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Mit meinen Augen gesehen
Zur Ehre unseres großen und wunderbaren Gottes möchte ich folgende Erfahrungen mitteilen.

Am 09.02.05 wurde ich 50 Jahre alt. Meine Ehefrau und ich sind seit über 26 Jahren sehr glücklich miteinander verheiratet; meine Frau ist in Karaganda/Kasachstan geboren und wir haben am 06.10.79 in Estland geheiratet.

Es würde sicher den Rahmen dieses Artikels sprengen, wollte ich alle Details berichten, die mit meinen Erlebnissen in der ehemaligen UdSSR zusammenhängen.

 

Als meine Frau am 12.01.80 zu mir in die Bundesrepublik Deutschland ausreisen durfte, waren wir überglücklich. Ein halbes Jahr später wurde sie sehr schwer krank und musste aufgrund einer schweren Gefäßkrankheit operiert werden.

 

Diese Operation hatte zur Folge, dass ein Gefäß im Gehirn platzte und meine Frau einen rechtsseitigen Schlaganfall erlitt. Sie war halbseitig gelähmt und konnte nicht mehr sprechen. Doch Gott ist gut und so ging es ihr recht bald wieder besser und auch die Sprache konnte wiederhergestellt werden. Nach einer Rehabilitation waren wir endlich wieder glücklich vereint! Drei Jahre nach diesen Erlebnissen ging es meiner lieben Frau wieder sehr schlecht. Die Bypässe im Halsbereich waren erneut sehr verengt, sodass nur sehr wenig Blut ins Gehirn gelangte. Also musste sie erneut ins Krankenhaus und die Ärzte überlegten lange und intensiv, was zu tun sei, um ihr das weitere Leben zu ermöglichen. Es sah nicht sehr gut aus. Schließlich wurde eine Operation vorgeschlagen. Eine Vene sollte vom Bein entnommen werden und von der Hauptschlagader zum Gehirn verlegt werden, damit wenigstens ein kleiner teil an Blut ins Gehirn gelangen konnte. Natürlich gab es keinerlei Prognosen, ob Lydia diese Operation überstehen würde. Lydia und ich hatten unser Leben in unserer Jugend unserem Herrn und Heiland Jesus Christus anvertraut und Lydia machte mir während sie todkrank in ihrem Bett lag, sehr viel Mut und sagte mir immer wieder, ich solle mir keine Sorgen machen, Gott macht keine Fehler!

 

Sie wollte sich operieren lassen und sagte mir noch kurz vor dem großen Eingriff, wenn wir uns hier nicht mehr wieder sehen, dann im Himmel bei Jesus!

Sie legte sich so ganz total in die Hände unseres Herrn und so ging sie in den Operationssaal.

 

In der Zeit vor der Operation war ich nicht untätig - ich mobilisierte alles was beten konnte, und von überall her aus den Gemeinden und von vielen Freunden bekam ich die Versprechen, für uns zu beten.

Dies stärkte uns sehr und die Bedeutung des Gebetes habe ich in dieser Zeit hautnah erleben dürfen! Gott hat das große Wunder getan und meiner lieben Lydia das Leben erneut zurückgeschenkt! Ihm allein gebührt dafür die Ehre!     

 

Wieder kam eine Zeit der Rehabilitation und Erholung und meine Frau und ich genießen unser Leben. Lydia kann heute ihren Haushalt bewältigen und muss sich öfter einmal hinlegen, doch geht es ihr zusehends besser. Als nun diese Phase abgeschlossen war, begann für mich eine weitere schwere probe.

 

Seit meinem 5. Lebensjahr bin ich insulinpflichtiger Diabetiker und so fing nach 23 Jahren Diabetes mein Augenlicht an, schlechter zu werden.

Zwar wurde ich sehr häufig mit Laserstrahlen behandelt, doch nach 4 Augenoperationen konnte die Erblindung nicht länger aufgehalten werden.

Die letzte Operation war die Entfernung des linken Auges...

 

Diesen Brief schreibe ich mit Hilfe meines Computers, der mit einem Sprachprogramm ausgestattet ist und mir das Schreiben und Lesen am PC ermöglicht.  Auf diese Weise kann ich auch den wunderbaren Radiosender BBN hören und bin dem Herrn sehr dankbar für diese segensreiche Technik.

 

Abschließend können meine liebe Frau und ich von ganzem Herzen sagen, dass wir in unserem Herrn Jesus Christus wunderbar geborgen sind und das Leben trotz Einschränkungen ein sehr erfülltes und sinnerfülltes Leben ist, wenn man sich dem Gott und Herrn allen Lebens völlig anvertraut und ihn von Herzen lieb hat und sein Wort gern erfüllt!

 

Das allerschönste steht uns ja noch bevor: eine Herrlichkeit in alle Ewigkeit, vereint mit allen Gläubigen und mit Jesus!

 

Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch eine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserm Herrn.     

Römer 8,38.39


Autor   Horst Siebert    Erscheinungsdatum:  3/3/2006 11:56 AM
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