BBN Radio
Wie komme ich
in den Himmel
RadioBibel-Institut Live ChatRessourcenSprachenKontaktSpenden
BBN Radio Live Hören

Radioprogramm - aktuell:
Die Schatzkiste
Verschiedene
Trümmerhaufen!

„Neige dein Ohr, mein Gott, und höre, tu deine Augen auf und sieh an unsere Trümmer und die Stadt, die nach deinem Namen genannt ist. Denn wir liegen vor dir mit unserm Gebet und vertrauen nicht auf unsre Gerechtigkeit, sondern auf deine große Barmherzigkeit.“ Daniel 9:18

 

Im Zweiten Weltkrieg waren etwa 4 Millionen Wohnungen in Deutschland durch alliierte Luftangriffe zerstört worden. Auch andere Gebäude, vor allem große Fabriken, lagen in Trümmern − Schätzungen sprechen von mehr als 400 Millionen Kubikmetern Schutt im Deutschland des Jahres 1945.

 

Was für ein Bild der Zerstörung und der Hoffnungslosigkeit! „Wird Deutschland jemals wiederaufgebaut?“ fragte sich jeder der sich das ansehen musste. Dennoch, inmitten des Chaos, entfalteten sich der Wille und die Kraft der Überlebenden und diese fingen an die Trümmer zu beseitigen. Bei „Wind und Wetter“ machten sich hauptsächlich Frauen gemeinsam an die harte Arbeit, Freiwillige sowohl wie Berufstätige; es waren die sogenannten Trümmerfrauen.

 

Nicht einmal die besten Optimisten jener Zeit hätten sich vorstellen können, dass Deutschland wieder aufgebaut würde und sich in wenigen Jahrzehnten zu einer der wohlhabendsten Nationen der Welt entwickeln würde.

 

Wie viel müssen wir der Gnade Gottes verdanken! Ja, denn es ist nicht selbstverständlich. Während wir, beinah 63 Jahre nach Ende des Krieges in Frieden, Sicherheit und Wohlstand in unserem Land leben dürfen, musste sich der Prophet Daniel im Exil große Gedanken über seine zerstörte Heimatstadt Jerusalem machen. Immer noch lag sie in Trümmern und die wenigen die dort lebten, hatten schreckliche Umstände.

 

Dennoch, eines Tages, als Daniel den Propheten Jeremiah las, machte er eine sensationelle Entdeckung: Die Strafe Gottes über Jerusalem sollte insgesamt 70 Jahre lang dauern. Daniel musste nicht viel rechnen, um festzustellen, dass diese 70 Jahre gerade vorüber waren. Die Frist des Bannes war verlaufen! Theoretisch könnte die Stadt wieder aufgebaut werden. Freude und Hoffnung füllten sein Herz und er betete zu Gott.

 

Aber Daniel forderte nichts von Gott. Demütig bekannte er die Sünde seines Volkes, ohne sich auszuschließen. Der Fürst Daniel fällt auf sein Angesicht und fleht dem Allmächtigen Gott um Erbarmen. Er bekennt, dass die Strafe gerecht gewesen war, aber er bittet Gott um die Wiederherstellung Jerusalems, um Seinen Namens Willen.

 

In seiner Erniedrigung vor Gott im Gebet, sprach Daniel einen Satz aus, der eine der wichtigsten Wahrheiten der Bibel beinhaltet: „Denn wir liegen vor dir mit unserm Gebet und vertrauen nicht auf unsre Gerechtigkeit, sondern auf deine große Barmherzigkeit.“

 

Es ist nicht unsere Gerechtigkeit die uns dazu „berechtigt“ etwas von Gott zu bekommen. Denn alles was wir verdienen ist Strafe. Was auch immer wir von ihm bekommen oder bekommen wollen, ist nicht aus Verdienst, sondern aus seiner Gnade und Barmherzigkeit.

 

Ohne diese Grundeinstellung kann keiner sich Gott nahen, kann keiner das Heil bekommen, kann keiner erwarten, von Gott gehört zu werden.

 

Es ist möglich, dass Daniel dies von dem König David im Psalm 51 gelernt hatte. Dort schrieb David, nachdem er sich mit Batseba versündigte:

 

„Gott, sei mir gnädig nach deiner Güte, und tilge meine Sünden nach deiner großen Barmherzigkeit. Die Opfer Gottes sind ein zerbrochener Geist; ein zerbrochenes und zerschlagenes Herz wirst du, Gott, nicht verachten. Tu wohl an Zion nach deiner Gnade, baue die Mauern zu Jerusalem.“ Psalm 51:3, 19, 20.

 

Zu dieser Zeit waren die Mauern Jerusalems schon längst gebaut. Warum spricht er von Mauern? War das eine Art von Prophetie? Auf jedem Fall ist die Ähnlichkeit mit Daniels Gebet bemerkenswert. Beide, David und Daniel verlassen sich auf Gottes Barmherzigkeit, um Vergebung und Segen zu bekommen.

 

Tatsächlich bekam David Vergebung, und Daniels Gebet wurde auch erhört. Jerusalem wurde wieder aufgebaut.

 

Auch, wenn wir zur Zeit keine buchstäblichen Trümmerhaufen sehen, gibt es Zeiten in denen es in unserem Leben wie in einer zerbombten Stadt aussieht. Trümmer überall! Zerstörte Beziehungen, Unsicherheit, Verzweiflung, usw.? Müssen wir entmutigt unsere Arme fallen lassen und aufgeben? Keinesfalls! 

 

Ein zerbrochenes und zerschlagenes Herz wird Gott nie verachten. Gott widersteht den Hochmütigen, aber den Demütigen gibt er Gnade. Wenn wir uns ihm in Demut nahen, so wird er sich zu uns nahen. Wenn wir uns vor dem Herrn demütigen, so wird er uns erhöhen.

 

Er, der Schöpfer dieser Welt, hat einen besonderen Gefallen daran, Neues zu erschaffen. Aus unseren Trümmerhaufen will er Stätte bauen, die seine Herrlichkeit widerspiegeln.

 

Lassen Sie uns nicht vergessen, was Er selbst versprochen hat: „Und ich will ihnen ein anderes Herz geben und einen neuen Geist in sie geben und will das steinerne Herz wegnehmen aus ihrem Leibe und ihnen ein fleischernes Herz geben,  damit sie in meinen Geboten wandeln und meine Ordnungen halten und danach tun. Und sie sollen mein Volk sein, und ich will ihr Gott sein.“ Hesekiel 11:19,20

 

 

 

 


Autor   Paulo Rathlef    Erscheinungsdatum:  1/21/2008 11:41 AM
Anzahl der Internetbesucher:  1762


Nächster Artikel: Gestern feierte man….
Login                                                                                           BIBEL   Copyright   Privatsphäre